Colloredo – mannsfeld

WER SIND WIR?

 

Das Geschlecht von Fürsten und Grafen Colloredo-Mannsfeld gehört schon seit einigen Jahrhunderten zu den vornehmsten aristokratischen Familien im Land. Urspünglich das aus Thüringen, nach anderen Autoren aus Schwaben herkommende Geschlecht Colloredo ist schon anfangs des 11. Jahrhunderts aus der geschichtlichen Anonymität aufgetaucht.

Anfangs des 13. Jahrhunderts hat sich das Geschlecht in ein paar Zweige aufgespaltet. Neben dem grafischen Zweig Colloredo, Marquis di Santa Sofia e Recanati, die in Italien leben, dem Zweig Grafen Mels-Colloredo, die in Italien und Österreich leben, hat sich bis unsere Zeit der Zweig Colloredo-Waldsee erhalten. Das deutsche Geschlecht Mannsfeld hat angeblich schon in der Hälfte des 10. Jahrhunderts seinen Ursprung.

Das Herrschaftsgut Dobříš

Der Teil Dobříš umfasst das ursprüngliche Geschlechtsvermögen. 1630 hat die Königskammer das Herrschaftsgut Dobříš dem prussischen Graf Bruno von Mannsfeld verkauft. Im Jahre 1771 hat die Tochter von Jindřich Pavel František Mannsfeld den František Gundakar Colloredo geheiratet. Die Bedingung von dieser Heirat war das Erhalten des Namens Mannsfeld im Familiennamen der Neuvermählten. Das Adelsprädikat Colloredo-Mannsfeld hat die Kaiserin Maria Theresia im Jahre 1775 bekräftigt. Der letzte Besitzer vor der Verstaatlichung von Nazisten im Jahre 1942 war Vikard Colloredo-Mannsfeld.

Restitutionsansprüche wurden gemeinsam mit Dipl. Ing. Jerome Colloredo-Mannsfeld und Frau Kristina Colloredo-Mansfeld, der Besitzerin vom ehemaligen Herrschaftsgut Opočno zur Geltung gebracht. Nach schleppenden Gerichtsverfahren wurden die ersten Waldgrundstücke erst im Jahre 2002 zurückgegeben. Im Jahre 2004 wurden die größten Forsteinheiten im Kataster der Stadt Dobříš zurückgegeben und sind zwei neue Einheiten – Forstrevier Svatá Anna und Obora entstanden.

Bis Ende des Jahres 2005 hat die Verwaltung über das zurückgegebene Vermögen die Forst- und Teichverwaltug Zbiroh besorgt. Die Verträge, die zwischen beiden Besitzern im Dezember 2005 geschlossen wurden, haben die Wälder geteilt und seit 1. 1. 2006 bewirtschaftet den Waldbestand Svatá Anna die Forst- und Teichverwaltug Zbiroh – transformiert am 1. April 2014 auf Colloredo-Mannsfeld spol. s r.o. – und auf den Waldbestand Obora – Die Waldverwaltung von Kristina Colloredo-Mansfeld Opočno.

Zur Zeit wirtschaften diese zwei Gesellschaften im Besitz von Erber zwei Familienzweige des Geschlechts Colloredo-Mansfeld unabhängig.

Die Familie Colloredo-Mannsfeld hat ihre Heimat und ihr Vermögen seit dem 30-jährigen Krieg in Böhmen. Das Eigentum kommt von dem Geschlechtssitz Opočno in Nordböhmen. Vergrösert wurde es durch Heirat (Dobříš in Mittelböhmen) und Kauf (Zbiroh in Westböhmen).
Während des zweiten Weltkriegs wurde das Familienvermögen konfisziert, einschließlich Schlosse Zbiroh und Opočno und weiteres Besitzes. Das Schloss Dobříš hat sogar als Sitz vom SS Stab gedient und ein Teil des Schlossmobiliars wurde nach und nach gestohlen.

 

Das Herrschaftsgut Zbiroh

Das Herrschaftsgut Zbiroh hat die Familie Colloredo – Mannsfeld im Jahre 1879 in der Auktion von Wiener Hypothekenbank, die der größte Kreditgeber vom gescheiterten Untermehmern Dr. Strousberg war, gekauft. Durch Investierung von erheblich großer Menge der Finanzmittel und Personalwechsel haben die Besitzer wesentlich ihren ursprünglichen Zustand verbessert.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs hat Herr Jeroným Colloredo-Mannsfeld sein Vermögen übernommen und es bis zu der Verstaatlichung im Jahre 1948 bewirtschaftet.

Im Laufe der Jahre 1948 – 1992 hat die Wirtschaft dieses Vermögens der Staat durch Staatsunternehmen Staatswälder, Staatsfischereien und LPG gesichert. Aufgrund der Restitutionsgesetze wurden dem ursprünglichen Besitzer Jeroným Colloredo-Mannsfeld Eigentumrechte erneut. Im Jahre 1993 hat er Forst- und Teichverwaltung gegründet und in seine neu entstandene Firma hat er fast alle Angestellte von Staatswäldern und Staatsfischereien übernommen. Nach seinem Tod im Jahre 1998 wurde der Besitzer sein Neffe Dipl. Ing. Jerome Colloredo-Mannsfeld, der Erbfolger nach dem Testament.